Muskelaufbau Reitunterricht? Eine schlechte Idee!

Muskelaufbau Reitunterricht? Warum du trotz jahrelangem Training mit einem Reitlehrer oftmals trotzdem keinen Muskelaufbau siehst, erfährst du hier.

Muskelaufbau Reitunterricht – diese beiden Worte sind miteinander so unvereinbar wie Reichtum und Armut!

Wie du bereits hier gelesen hast, habe ich selbst jahrelang vergeblich versucht durch Reitunterricht einen Muskelaufbau bei meinem Pferd zu erreichen.

Erst heute ist mir wirklich ein Licht aufgegangen, warum es nicht funktioniert, durch Reitunterricht (egal wie gut er sein mag!) einen Muskelaufbau zu erreichen:

Es ist die Angst der Reitlehrer vor Haftung. Schlicht und ergreifende zivilrechtliche Haftung oder strafrechtliche Konsequenzen.

Die Ursache: Das Sicherheitsdenken

Das heutzutage teilweise extrem übertriebene Sicherheitsdenken und die ständige Suche nach einem „Schuldigen“ hat auch vor der Reiterei nicht halt gemacht.

Ein Reitlehrer/eine Reitschule hat einen Vertrag mit dem Reiter. Der Reiter ist der Kunde und oberstes Prinzip in jedem Vertragsverhältnis ist immer: Dem Vertragspartner darf nichts passieren. Sonst landet man in einer irgendeiner Form von Haftung.

Also ist ganz klar: Oberste Priorität eines jeden Reitlehrers ist (bewusst oder unbewusst) die Sicherheit des Reiters. Auch wenn dieses „Sicherheit“ auf Dauer zu Lasten der Gesundheit des Pferdes geht.

Wie sieht es das in der praktischen Realität aus?

Die Pferde laufen mit Dreieckszügeln oder sonstigen Hilfszügeln schlurfig auf der Vorhand dahin. Oder sie stützen sich auf den Hilfszügeln ab und rennen kopflos dahin.

Der Trab ist im Leichttraben weit entfernt von wirklich schwungvollem vorwärts. Noch dramatischer ist die Situation beim Aussitzen: Die Hufe kommen wie im Western-Jog überhaupt nicht mehr aus dem Sand. Deshalb wird oftmals der Rücken weggedrückt und Hals und Kopf wandern nach oben.

Auch der Galopp ist meist nur noch ein Hasen-Gehoppel ohne Anmut und Glanz.

Aber Hauptsache der Schädel vom Pferd ist unten, damit es „über den Rücken“ geht. So ein Quatsch! Das einzige was das bewirkt, ist eine vermeintliche (!) Sicherheit. Das Pferd läuft dann einfach stumpf, kraftlos und gelangweilt auf der Vorhand seine Runden.

Dann gibt es auch noch die Riege, die sich die „Leichtigkeit“ und die „Versammlung“ auf die Stirn tätowiert hat. Hier wird versucht, durch alle möglichen und unmöglichen Seitengänge das Pferd in einen „sicheren“ reitbaren Untersatz zu verwandelt. Das Prinzip ist simpel: Wenn sich die Beine kreuzen, KANN das Pferd schlichtweg nicht vorwärts stürmen und so den Reiter „in Gefahr“ bringen.

Nicht vergessen darf man selbstverständlich auch die Reitlehrer für den sportlichen Turniereinsatz. Bei diesen kommt direkt nach der „Sicherheit“ des Reiter der konsequente Drill auf den disziplinbezogenen sportlichen Erfolg. Deshalb wird ein „Sportdressur“-Reitlehrer unabhängig von den tatsächlichen Fähigkeiten des Pferdes dem Reiter die Techniken für die verschiedenen Lektionen „beibringen“. Ebenso wird ein Spring-Reitlehrer sich nur auf die Reittechniken für den Parcours beschränken.

Dieses „Sicherheitsdenken“ wird sich auch in Zukunft nicht abbauen, sondern vermutlich noch verstärken.

Früher war es anders

Als das Pferd noch als primäres Transportmittel verwendet wurde, war oberstes Prinzip die Sicherheit und die Gesundheit von Pferd UND Reiter. Für das praktische Überleben war man nämlich darauf angewiesen, dass Pferd und Reiter ein „Team“ bilden.

Die „Reitlehrer“ damals wussten ganz genau: Nur ein körperlich fittes Pferd, das seine ganze Kraft FÜR seinen Reiter einsetzt,  ist „sicher“ zu reiten.

Wesentlich in der Ausbildung des Reiters war deshalb schlichtweg: Dem Reiter zu vermitteln, wie er sein Pferd optimal trainiert und vor allem dazu bringt, seine ganzen Kräfte FÜR den Reiter einzusetzen und nicht gegen ihn. 

 

Muskelaufbau Reitunterricht – diese beiden Wort gehören deshalb einfach nicht zusammen. Wenn du also einen wirklichen Muskelaufbau bei deinem Pferd herbeiführen willst, musst du dich auf deine eigenen Füße stellen und selbst die Verantwortung für dich und dein Pferd übernehmen und der Trainer deines Pferdes werden.

Und glaub mir, das ist bei Gott nicht so schwer wie es klingt 🙂 Also worauf wartest du noch? Leg gleich los, mit meinem kostenlosen E-Mailkurs!

Liebe Grüße
Anna Hechenberger