Muskelaufbau Pferd – Eine praktische Anleitung

Muskelaufbau Pferd?!? Wünschst du dir auch ein schönens muskulöses Pferd? Ja? Dann findest du hier meine praktische 6-Schritte-Anleitung zum Muskelaufbau!

Muskelaufbau Pferd – so einfach funktoniert es!

 

Egal ob junges oder altes Pferd, der Muskelaufbau Pferd funktioniert im Prinzip für alle Pferde immer gleich. Ebenso ist es völlig egal, ob dein Pferd mehr Muskeln am Rücken, am Trapezmuskel, am Oberhals oder an der Kruppe und der Brust aufbauen muss. Auch hier ist das Vorgehen vom System her immer das gleiche. Der Unterschied liegt nur in der individuellen Anpassung des Systems.

Bevor du mit dem Muskelaufbau und dem Training anfängst:

Stell dein Pferd auf geradem Untergrund vor eine Wand und mach ein Foto von ihm. So hast du ein „Vergleichsbild“ für deinen Vorher-Nachher-Vergleich. Es fällt dir dann leichter, zu bestimmen, ob du auf dem „richtigen“ Weg für den Muskelaufbau bist. Wenn du nämlich dein Pferd regelmäßig siehst, fallen dir die Veränderungen meist nicht so gut auf.

1. Schritt: Futterzustand ermitteln

Bevor du mit dem Muskelaufbau Pferd startest, musst du den Futterzustand deines Pferdes bestimmen. Am einfachsten verwendest du diese Anleitung zur Bestimmung des Futterzustandes. Es geht hierbei nicht um die ganz genaue Einteilung, sondern nur als ungefähre Richtschnur.

Ich gehe in der Folge von genau dieser Einteilung aus. Bitte nicht 1:1 auf andere BCS-Charts übernehmen, weil manche einer etwas anderen Einteilung folgen!

Wenn dein Pferd einen Body-Condition-Score von 1 bis 2 hat, ist es schlichtweg unterernährt oder übertrainiert. Jedenfalls aber zu dünn. In diesem Fall braucht es erst mal definitiv Reitpause. Vermutlich für ein/zwei Monate bei drastischer Futterumstellung. Es hat absolut keinen Sinn ein Pferd in diesem Zustand zu reiten. Geschweige denn, ein Training für den Muskelaufbau zu beginnen.

Bei einem BCS von 3 oder 4  kannst du grundsätzlich den Muskelaufbau in Angriff nehmen. Allerdings musst du hier extrem aufpassen, dass der BCS durch das Training nicht schlechter wird und dein Pferd Muskeln abbaut.

Ab einem BCS von 5 kannst du mit dem Training starten.

Warum die Bestimmung des Ernährungszustandes wichtig ist:
Wenn dein Training effektiv sein soll, wird dein Pferd mehr Energie verbrauchen als bisher. Wenn dein Pferd daher zu Beginn des Trainings schon zu dünn ist, dann wird es durch das Training sogar noch dünner und Muskeln abbauen.

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2. Schritt: Futterplan erstellen

Was füttern für den Muskelaufbau Pferd ist eigentlich ganz einfach: Der Muskel braucht zum Wachsen Eiweiß.

Für das Training selbst muss das Pferd „arbeitswillig“ sein, also braucht es „Spritzigkeit“. Für diese „Spritzigkeit“ braucht das Pferd Stärke (Kohlehydrate).

Eiweißbedarf bestimmen

Mindestbedarf bestimmen

Als erstes rechnest du aus, wie viel Eiweiß die Futterration deines Pferdes haben muss.

Für den Muskelaufbau MUSS der Eiweißgehalt des täglichen Futters in kg bei 23 % pro 100 kg Körpergewicht des Pferdes liegen.

Beispiel: Ein 550 kg schweres Pferd benötigt daher mindestens (5,5 x 0,23 ) 1,265 kg Eiweiß pro Tag.

Wie viel Eiweiß bekommt das Pferd tatsächlich?

Jetzt schaust du, wie viel Eiweiß dein Pferd jeden Tag mit seinen Haltungsbedingungen auch tatsächlich bekommt.

Wenn dein Pferd (wirklich !) täglichen Weidegang auf einer Koppel mit mit mindestens 20 cm (zwei Handbreit) dauerhafter Wuchshöhe und qualitativ hochwertiges Heu ad libitum zur freien Verfügung hat, dann brauchst du dir über die Eiweißversorgung keine Gedanken machen. Sie ist dann in jedem Fall ausreichend.

Eiweißgehalt des Heus bestimmen

Wenn dein Pferd jedoch überwiegend nur mit Heu gefüttert wird, gehst du folgendermaßen vor:

Du musst zur Fütterungszeit im Stall sein. Dann nimmst dann die ganze Heuration deines Pferdes und stopfst sie in ein (oder mehrere) Heunetze. Danach wiegst du das/die Heunetz(e) mit einer Federwaage ab. Anschließend notierst du dir, die jeweiligen Kilogramm und rechnest aus, wie viel Heumenge dein Pferd insgesamt pro Tag bekommt.

Im zweiten Schritt untersuchst du das Heu mit deinen Händen. Ist es sehr stengelig, picksig und eher grob anzufassen, dann liegt der Eiweißgehalt eher niedrig bei 8 bis 10 %. Ist das Heu eher blattreich, weich anzufassen und sieht noch „saftig“ aus, dann ist der Eiweißgehalt eher bei 10 bis 12%.

Nun rechnest du ganz einfach den täglichen Eiweißgehalt der Heuration deines Pferdes aus und notierst dir diesen Wert (du brauchst ihn später noch).

Ein Beispiel: Ermittelte Heumenge pro Fütterung: ca. 4 kg, ergibt sohin bei zwei mal täglicher Fütterung eine tägliche Menge von ca. 8 kg Heu.

Bei einem stengeligen, picksigen Heu liegt der Eiweißgehalt daher zwischen 640 und 800 g Eiweiß täglich. Bei einem weichen, feinen Heu liegt der Eiweißgehalt zwischen 800 und 960 g Eiweiß täglich.

Es geht hier nicht um ganz genaue Zahlen und Werte. Für diese bräuchtest du ohnehin ganz genaue Analysen des Heus und das ist meist zu aufwändig und kostenintensiv . Und für den Muskelaufbau Pferd auch gar nicht erforderlich. Wichtig ist nur, dass du eine ungefähre Richtschnur hast.

Stärkebedarf bestimmen

Außerdem brauchen wir Stärke (Kohlehydrate) für die „Leistung“ des Pferdes. Diese bekommt das Pferd über Kraftfutter. Nachdem die meisten Pferde Hafer als Kraftfutter bekommen, bespreche ich hier wie du vorgehst beim Hafer.

Es ist äußerst schwierig, konkret anzugeben, wie viel Hafer dein Pferd braucht. Einfach weil die Pferde zu verschieden sind. Für den Anfang orientierst du dich aber am besten an der Standard-Empfehlung von 0,5 kg (nicht Liter!) Hafer pro 100 kg Körpergewicht.

Beispiel: Ein 550 kg Pferd brächte nach dieser Rechnung 2,75 kg Hafer.

Die Haferration

Du musst nun wieder zur Fütterungszeit im Stall sein. Auch hier nimmst dann die ganze Haferration deines Pferdes und wiegst sie in einem Gefäß mit einer normalen Küchenwaage ab.  Anschließend notierst dir den Wert und berechnest, wie viel Kraftfutter dein Pferd pro Tag bekommt.

Im zweiten Schritt untersuchst du den (ganzen! nicht gequetschten) Hafer: Du stellst einen Messbecher mit einem Liter Fassungsvermögen auf eine normale Küchenwaage.

Dann füllst du die Haferration deines Pferdes in diesen Messbecher auf der Küchenwaage bis ein Liter voll ist. Das von der Waage angezeigte Gewicht notierst du dir ebenfalls.

Wenn die Haferration deines Pferdes nicht für einen ganzen Liter ausreicht, dann ist es am einfachsten, wenn du dir einfach die noch fehlende Menge (vom Stallbetreiber) organisierst und dann erst den Wert abliest. Ansonsten musst du die vorhandene Menge hochrechnen auf das Litergewicht.

Die Qualität des Hafers beurteilen

Liegt das Litergewicht unter 400 Gramm, ist der Hafer wenig wertvoll und der Eiweißgehalt liegt eher bei 9 %. Das Litergewicht zwischen 450 bis 500 Gramm ist normal. Ein Litergewicht über 500 Gramm ist sehr gut und liegt der Eiweißgehalt des Hafers hier meist bei ca. 12%.

Wenn dein Hafer ein Litergewicht unter 400 g hat musst du die Menge von 0,5 kg pro 100 kg Körpergewicht etwas erhöhen. Wenn dein Hafer ein Litergewicht von über 500 g hat, dann musst du die Referenzmenge von 0,5 kg pro 100 kg Körpergewicht etwas verringern.

Nun rechnest du wie beim Heu den Eiweißgehalt deiner täglichen Kraftfutterration aus.

Ein Beispiel: Ermittelte Kraftfuttermenge pro Fütterung: ca. 0,5 kg, ergibt sohin bei zwei mal täglicher Fütterung eine tägliche Menge von ca. 1 kg Hafer.

Bei einem Litergewicht des Hafers von ca. 400 g liegt der Eiweißgehalt daher ungefähr bei 0,09 g Eiweiß täglich. Bei einem Litergewicht von ca. 500 g liegt der Eiweißgehalt ungefähr bei 0,12 g Eiweiß täglich.

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Test-Plan erstellen

KEIN Futterplan ist von Anfang an korrekt und passt für die Ewigkeit und auch sture Berechnungen bringen nichts. Aber die Berechnungen sind unbedingt notwendig, damit du ein Gefühl für die Futtermengen bekommt.

Aufgrund des Umstandes, dass die Futtermittel des Pferdes Naturprodukte sind, kommst du deshalb um planvolles (!) ausprobieren einfach nicht herum. Der Schlüssel zum Erfolg liegt nur in der richtigen Herangehensweise.

Erstellen des Test-Futterplans

Du weißt jetzt, wie viel Eiweißbedarf dein Pferd für den Muskelaufbau ungefähr benötigt. Ebenso, wie viel Eiweiß dein Heu ungefähr liefert. Weiters hast du ausgerechnet, wie viel Eiweißgehalt deine Kraftfutterration Hafer ungefähr hat.

Jetzt ziehst du vom gesamten Eiweißbedarf deines Pferdes (in Gramm) den Eiweißgehalt des Heus und des Hafers ab. Bei der Rechnung erhältst du dann entweder einen Eiweißüberschuss oder ein Eiweißdefizit.

Beispiel

Ein 550 kg schweres Pferd benötigt für den Muskelaufbau Pferd mindestens (5,5 x 0,23 ) 1,265 kg (1.265 g) Eiweiß pro Tag.
Es bekommt eine Heumenge pro Fütterung von ca. 4 kg, ergibt sohin bei zwei mal täglicher Fütterung eine tägliche Menge von ca. 8 kg Heu. Das Heu ist eher stengelig und liegt die Eiweißmenge daher ungefähr zwischen 640 und 800 g Eiweiß täglich.

Zusätzlich bekommt unser Pferd 2,75 kg Hafer pro Tag. Der Hafer hat ein Litergewicht von ca. 400 g und liegt deshalb der Eiweißgehalt ungefähr bei 248 g pro Tag.
1.265 g Eiweiß Tagesbedarf – 640 g Eiweiß aus Heu – 248 g Eiweiß aus Hafer = 416 g
1.265 g Eiweiß Tagesbedarf – 800 g Eiweiß aus Heu – 248 g Eiweiß aus Hafer = 217 g

Ergebnis

In diesem Beispiel haben wir ein Eiweißdefizit zwischen 416 und 217 g. Was in Gramm so wenig klingt ist aber in Wirklichkeit sehr viel – das sind zwischen 33 und 17 % des täglichen Eiweißbedarfes, das dem Pferd für den Muskelaufbau fehlt!

Um dieses Eiweißdefizit ausgzugleichen genügt es NICHT, ein Zusatzfuttermittel für den Muskelaufbau von ein paar Gramm zu füttern.

Es ist absolut nicht dramatisch, wenn das Pferd eine zeitlang im Defizit ist.

Wenn dein Pferd aber über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder gar Monaten ständig ein Defizit hat, summiert sich dieser Eiweißmangel. Dein  dein Pferd wird dadurch  Muskulatur abbauen oder eben einfach keine neue Muskeln aufbauen.

Eiweißdefizit ausgleichen

Was du also füttern kannst für den Muskelaufbau Pferd, hängt von deinen individuellen Haltungsbedingungen ab.

Weidegang erhöhen

Am einfachsten ist es, den Weidegang auf mehrere Stunden zu erhöhen. Dabei soll jedoch auf der Koppel jedoch auch tatsächlich ausreichend Gras vorhanden sein (mindestens 2 handbreit hoch). Selbst ein halbstündiges Grasen lassen deines Pferdes nach dem Reiten in üppigem Gras kann ebenfalls schon helfen, dieses Eiweißdefizit etwas auszugleichen und den Muskelaufbau Pferd zu fördern.

Heuqualität/-menge erhöhen

Die zweite Möglichkeit ist, bessere Heuqualität zu verfüttern und oder/die Heumenge zu erhöhen (wichtig ist bei Erhöhung der Heumenge, dass das Pferd das Heu dann aber auch tatsächlich frisst und nicht nur in der Box verstreut – hierbei helfen manchmal Heunetze).

Luzerne- oder Crascobs füttern

Die dritte Möglichkeit besteht darin, zusätzlich zum Heu aufgeweichte Luzerne- oder Grascobs zu füttern. Diese haben  einen höheren Eiweißgehalt und können auch in größeren Mengen gefüttert werden. Bei einem geringen Eiweißdefizit reicht hier meist schon ein ½ Liter Trockenmenge aus (aber unbedingt vorher mit 3x soviel Wasser aufweichen! – ansonsten besteht Schlundverstopfungsgefahr!).

Hafermenge erhöhen

Die vierte Möglichkeit besteht darin, die Hafermenge etwas (!) anzuheben. Dabei sollte aber definitiv nie mehr als 1,5 kg pro Mahlzeit verfüttert werden . Für die Verdauung ist es jedoch besser die Hafermenge auf möglichst viele kleine Gaben aufzuteilen. Hafer ist wegen seines realtiv geringen Eiweißgehaltes und der Verdauungsproblematik bei größeren Mengen daher NICHT geeignet ein großes Eiweißdefizit in der Futterration auszugleichen.

Zusatzfuttermittel?

Zusatzfuttermittel (mit Algen, Mais oder besondern Aminosäuren) bringen an dieser Stelle (noch) nichts für den Muskelaufbau Pferd. Von Zusatzfuttermitteln werden meist nur wenige Gramm gefüttert. Bei einem größeren Eiweißdefizit reichen diese geringen Mengen unterm Strich einfach nicht aus.

Ebenso ist ein Doping mit Anabolika ohne ein entsprechendes Training und die richtige Grundversorgung mit Eiweiß wirkungslos. Ein Muskelaufbau Pferd lässt sich auch opingfrei einfach durch eine gute Grundversorgung und sinnvolles Training erreichen.

Erst wenn die Grundversorgung des Pferdes mit den „normalen“ Futtermitteln optimiert ist, kannst du den Muskelaufbau Pferd mit einem Zusatzfutter unterstützen. Solange die Grundversorgung nicht passt, ist ein spezielles Zusatzfutter einfach nur verschwendetes Geld. Näheres dazu findest du in diesem Beitrag.

Anfüttern

Wenn der Futterplan, den du dir gerade gemacht hast, die Fütterung von mehr Hafer und/oder Luzerne/Grascobs vorsieht, dann musst du eine 14 Tägige Anfütterungszeit einplanen. IN dieser steigerst du die verfütterten Mengen so schrittweise, dass du erst nach 14 Tagen bei deiner „Wunschmenge“ bist. Während dieser Zeit kannst du allerdings schon mit dem Training für den Muskelaufbau anfangen.

Bespiel: Das Pferd bekommt jetzt 0,5 kg Hafer pro Tag. Nach 14 Tagen soll es 2 kg pro Tag erhalten. 2 kg Wunschmenge – 0,5 kg akutelle Menge = 1,5 kg Steigerung 1.500 g Steigerungsmenge : 14 Tage = ca 100 g pro Tag mehr.

Austesten

Wie bereits gesagt, ist ein Futterplang KEIN Plan für die Ewigkeit und muss in regelmäßigen Abständen wieder angepasst werden. Der Schlüssel zum Erfolg zur Erstellung eines wirklich guten Futterplans besteht daher im planvollen (!) Austesten und Beobachten deines Pferdes.

14-Tage-Testphase

Wenn du deinen Futterplan erstellt und die neuen Futtermengen langsam angefüttert hast, dann halte dich 14 Tage an genau diesen Plan.Wirklich ohne irgendetwas an der Fütterung zu verändern.

Auch wenn du merkst, dass dein Pferd z.B. mehr oder weniger Hafer bräuchte oder etwas für dich als Reiter oder den Stallbetreiber „unpraktisch“ ist. Halte dich an deinen Plan und notiere dir, was du nach Ablauf der 14 Tage gerne ändern würdest.

Überarbeiten des Futterplans

Wenn die 14 Tage Testphase vorbei sind, setzt du dich nochmal hin, siehst dir deine Aufzeichnungen an und machst dann einen neuen Plan. In diesem kannst du dann deine Änderungen berücksichtigen. Außerdem musst du beachten, dass das Training mit der Zeit intensiver wird und daher dein Pferd wahrscheinlich noch mehr Energie benötigt.

3. Schritt: Muskelaufbau Pferd – mit dem Trainingsplan zum Erfolg

Dein Trainingsplan MUSS für den Muskelafubau folgende 4 “Übungen” enthalten:
Baustein I – frisches Vorwärts im Gelände
Baustein II – einfache Dressur auf E/A Niveau
Baustein III – einfaches Springen (Cavaletti bzw. E/A Niveau)
Baustein IV – Schrittausritte mit unterschiedlichen Bodenverhältnissen

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Was bei den einzelnen Bausteinen konkret zu machen ist, auf was es dabei wirklich ankommt und wie du am besten startest, erfährst du weiter unten im Text sehr genau.

Warum ALLE 4 Bausteine?

Der einzige Weg um beim Pferd einen den richtigen Muskelaufbau der Rückenmuskeln, des Trapezmuskels, der Hals- oder der Hinterhandmuskulatur zu erreichen, besteht in sinnvollem Ganzkörpertraining.

Jeder Baustein des Ganzkörpertrainings fördert spezielle Muskelgruppen mal mehr mal weniger, sodass sich insgesamt ein ausgewogenes Training für alle Körperteile des Pferdes ergibt und dein Pferd automatisch insgesamt die richtige Muskulatur aufbauen wird.

Das Ganzkörpertraining ist ganz simpel ausgedrückt ein vielseitiges Training des Pferdes mit Geländereiten, Springen und E/A-Dressur. Nachdem es ohnehin genügend Literatur gibt, die Sinn und Zweck theoretisch beschreibt, beschränke ich mich auf die tatsächliche Praxis auf dem Pferd. Also wie du die einzelnen Bausteine am besten in der Praxis angehst.

Erstellen des Trainingsplans

Diese 4 Grundübungen verteilst du nun auf die 7 Tage der Woche und schaust, dass immer ein Ruhetag dazwischen ist. Nähere Details zum Erstellen deines Trainingsplans findest du hier.

 

4. Schritt: Sattelpassform überprüfen

Ein möglichst schneller Aufbau der Rückenmuskeln (inbesondere Trapezmuskel) setzt voraus, dass der Sattel dem Pferd und auch dem Reiter passt. Für den Muskelaufbau und das damit zusammenhängende Reiten werden an einen Sattel jedoch nur ganz rudimentäre Anforderungen gestellt.

Kopfeisenweite parallel zum Schulterblattwinkel

Anmalen des Pferdes zur besseren Sichtbarkeit

Nimm ein Stück Kreide und markiere zuerst auf jeder Seite deines Pferdes die breiteste Stelle der Schulter mit einem geraden Strich nach unten. Als nächstes suchst du den Schulterblattknorpel und machst am Ende des Schulterblattes ebenfalls einen geraden Strich nach unten.

Danach nimmst du deinen Sattel und hebst das Sattelblatt auf. Am vorderen Ende des Sattels findest du dann meistens ein hartes Metallteil – das ist das Ende des Kopfeisens. Nun machst du genau auf Höhe dieses Kopfeisens entlang der Vorderseite des Sattels (auf der Kissenvorstoßrolle) einen Senkrechten Strich nach unten.

Sattel auf das Pferd

Anschließend legst du deinen Sattel ohne Satteldecke auf den Hals deines Pferdes und schiebst ihn so weit zurück, bis er jedenfalls gut hinter dem zweiten Strich (Ende des Schulterblattknorpels) liegt. Meisten rutscht der Sattel „selbst“ sogar noch ein kleines Stück weiter nach hinten.

Das Überprüfen

Jetzt nimmst du eine Gerte, stellst dich direkt vor die Brust deines Pferdes (mit Blick Richtung Kruppe) und legst die Gerte direkt auf den ersten senkrechten Strich. Wenn die Gerte und die Kreiden-Markierung auf dem Sattel parallel verlaufen, dann ist der Kopfeisenwinkel des Sattels in Ordnung. Andernfalls musst du den Sattel von einem Sattler ändern lassen.

Manche Sattler passen den Kopfeisenwinkel an die schmalste Stelle hinter dem Schulterblatt an. Dadurch kann der Sattel zwar nicht mehr nach vorne rutschen, allerdings kann sich das Pferd so nicht mehr bewegen und wird auch keine Muskulatur am Trapezmuskel aufbauen.

Ebenso gibt es Sättel, die das Kopfeinen „asymetrisch“ an die Schiefe des Pferdes anpassen. Die Idee ist grundsätzlich gut. Ich hatte selbst so einen Sattel der Marke Schleese Tango und das Problem dabei ist, dass du dadurch als Reiter dann nicht mehr merkst, ob dein Pferd „gerade“ läuft, weil du vom Sattel eben „falsche“ Informationen bekommst. Es ist also ein bisschen “Selbstbetrug” und für den Muskelaufbau Pferd nicht unbedingt förderlich.

Weiche Polsterung über dem Trapezmuskel

Dazu legst du den Sattel auf einen Tisch oder mit einer Unterlage auf den Boden und drehst ihn um. Danach fährst du mit beiden Händen ganz leicht über die Kissen.

Dabei solltest du merken, dass der Sattel ungefähr in der Mitte, eine leichte Kuhle hat und das Kissen dort etwas weicher ist. Diese Kuhle entsteht, weil das Pferd durch das Anspannen des Trapezmuskels die Polsterung mit der Zeit „wegdrückt“. Diese Weichheit braucht das Pferd über dem Trapezmuskel, damit sich der Muskel praktisch “in das Kissen” hineinwölben kann, wenn er sich anspannt.

Dahinter sollte die Polsterung dann etwas fester sein und ebenso vorne, aber keinesfalls knüppelhart und knotig. Zudem müssen die Kissen auch rechts und links gleich gepolstert sein. Ansonsten bekommst du – wie beim „asymetrischen“ Kopfeisen vom Sattel ein „falsches“ Gefühl vermittelt. Wenn dein Sattel anders gepolstert ist, musst du ihn von einem kompetenten Sattler entsprechend umpolstern lassen.

Bewegungsfreiheit für den Reiter

Nachdem der Muskelaufbau Pferd ein Reiten im effektiven leichten Sitz (dazu kommen wir weiter unten noch genauer) voraussetzt, benötigst du einen Sattel, der dich in diesem effektiven leichten Sitz nicht einschränkt.

Setzt dich in deinen Sattel und stell dir die Bügel kurz genug für den effektiven leichten Sitz. Danach schaust du ob du den effektiven leichten Sitz in deinem Sattel einnehmen kannst.

Am einfachsten ist der effektive leichte Sitz natürlich in einem Springsattel mit möglichst flachem Sitz einzunehmen. Allerdings bin ich auch schon in einigen Dressursätteln (auch mit relativ tiefem Sitz) gesessen und konnte den effektiven leichten Sitz problemlos einnehmen.

Es kommt also immer ein wenig drauf an, wie der Sattel konkret geschnitten ist und vor allem, wie gut du als Reiter das „Defizit“ des Sattels durch deine eigene Körperbeherrschung ausgleichen kannst. Wesentlich ist dabei besonders bei einem Dressursattel, ob du deinen Hintern trotz des ansteigenden Efers möglichst am Sattel halten kannst, ohne dass dir dich der Efter des Sattels nach vorne stößt.

5. Schritt: Muskelaufbau Pferd – die besten Übungen im Detail

Nachdem du nun alle Vorbereitungen getroffen hast, starten wir nun endlich mit dem Reiten für den Muskelaufbau.

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Effektiver leichter Sitz und Hilfen für den Muskelaufbau

Das Muskelaufbautraining funktioniert am schnellsten und besten im effektiven leichten Sitz (auch wenn es „ungewohnt“ oder auch „doof“ aussieht). In diesem Sitz kannst du dein Pferd optimal beim Muskelaufbau Pferd unterstützen. Du findest hier auf Youtube eine wirklich sehr gute Anleitung von Rolf Becher, in dem er diesen Sitz erklärt und auch Übungen zum Erlernen dieses Sitzes vorstellt.

Zusammengefasst kommt es dabei auf folgendes an:
Bügeltritt, Knie und Ellbogen bilden eine Linie. Das Knie liegt fest am Sattel an, der Oberkörper wird weiter nach vorne (in die Bewegungsrichtung) geneigt. Der Hintern bleibt aber AM Sattel und wird NICHT in die Höhe gestreckt. Die Sache mit dem Hintern ist das wesentlichste und unterscheidet den effektiven leichten Sitz vom „normalen“ leichten Sitz, bei dem meist einfach nur der Hintern aus dem Sattel genommen wird.

Persönlicher Geheimtipp von mir: Lern deine Knie durch den Sattel mit der Pferdeschulter zu verbinden. Dadurch „schubsen“ die Pferdeschultern durch die Knie und den Oberschenkel dein Becken nach hinten, sodass dein Hintern leichter am Sattel bleibt und du nicht „vorne über fällst“. Stell dir immer vor, dass du deinen eigenen Hintern möglichst weit nach hinten zur Kruppe deines Pfedes bringen willst.

Die Hilfen fürs Pferd sollten so signalhaft wie nur möglich sein. Also ganz simpel: Zügel bedeutet Bremse, Schenkel und Gerte bedeuten vorwärts. Kein permanentes „Schwämmchen audsdrücken“ oder Paraden geben oder Treiben.

Es geht hier NICHT um klassisches „Dressurreiten“ mit permanenter Kontrolle jeder Bewegung, sondern darum, dass das Pferd selbständig Ganzkörpertraining absolviert und je einfacher die Signale für das Pferd sind, desto schneller versteht es die konkreten „Übungen“.

Je komplizierter die Hilfen für das Pferd sind, desto mehr muss es „denken“ und desto weniger wird es den notwendigen 100%ig Körpereinsatz zeigen, der für den Muskelaufbau Pferd notwendig ist.

Du brauchst auch keine Angst haben, dass dein Pferd dadurch das „Dressurreiten“ verlernt. Im Gegenteil. Meistens verstehen die Pferde danach die „Dressur“-Reithilfen sogar besser.

Hilfen für das Vorwärts:
Die Hilfen für das Vorwärtsgehen haben (in jeder Reiteinheit) immer einen stufenweisen Aufbau. Die Gerte bringt das Pferd an den Schenkel, der Schenkel bringt das Pferd an das Kreuz.

Für das Reiten im effektiven leichten Sitz (und zum Springen und im Gelände sowieso) eignet sich die Springklatsche besser als die lange Dressurgerte.

Alternativ zur Wade kannst du auch dein „Kreuz“ verwenden. Das kannst du vorher im Sitzen auf einem Stuhl ausprobieren wie folgt:

Setzt dich auf einen Stuhl. Dann spannst du einen Rumpf an ( fest „grrrr“ machen). Nun atmest du einmal kräftig stoßweise aus. Wenn du es richtig machst, dann „schießen“ beim Ausatmen deine Oberschenkel (und Knie) plötzlich ein kleines Stück nach „vorne“ und das wirkt ebenfalls vorwärtstreibend auf dein Pferd.

Hilfen fürs Bremsen:
Die Hilfe fürs Bremsen ist ganz rudimentär der Zügel. Im effektiven leichten Sitz ist das Zügelmaß viel kürzer und dadurch ist es auch viel leichter eine „ständig leichte“ Verbindung zu halten, ohne dass der Zügel schlackert oder sich das Pferd auf den Zügel legt.

Zum Bremsen hältst du also verbindung mit beiden Zügeln, gibst wiederholt Zügelhilfen jedoch nur an einem Zügel. Diese eine Zügelhilfe darf im Bedarf auch etwas kräftiger sein – das Pferd muss nämlich lernen, dass ein Zügelanzug immer zu einer Verlangsamung des Tempos führen muss!

Wichtig für dich als Reiter: Ein Pferd, das stark vorwärts soll (und kann meistens auch) nicht sofort angehalten werden, sondern muss sich über ein paar verlangsamende Tritte auslaufen. Deshalb benötigst du zum Bremsen auch mehrere kurze Zügelanzüge und eine vorausschauende Reitweise.

Hilfen fürs Lenken:
Im effektiven leichten Sitz ist es erstaunlich leicht dein Pferd „am Schenkel“ zu reiten. Für das Lenken benötigst du nur das Zügeldreieck mit außen am Hals anliegenden Zügel und nach innen öffnendem Zügel.

Bitte keine „Paraden“ vorm abwenden geben um das Pferd nach innen zu stellen, weil sich das Pferd dabei meistens ohnehin nur überstellt. Der nach innen weisende Zügel ist völlig ausreichend.

Übung I – Vorwärts im Gelände für den Muskelaufbau Pferd

Vorbereitung

Such dir in deinem (üblichen) Ausreitgelände eine möglichst lange Strecke, die möglichst flach (oder ganz leicht ansteigend) und viel geradeaus verläuft und keine viel befahrenen Straßen in der Umgebung sind. Die Strecke sollte vom Boden her so beschaffen sein, dass du möglichst lange durchehend im flotten Trab und Galopp reiten kannst – also am besten Wiesen- oder Landwirtschaftswege (mit grünem Mittelstreifen).

Wenn du eine geeignete Strecke gefunden hast, geh mit deinem Pferd spazieren und schau, wie lange du im flotten (!) Schritt gehen musst um zu dieser Strecke zu kommen (es sollten mindestens 10 Minuten sein).

Schau auch gleich, ob du in dieser Umgebung irgendwo eine Aufstiegsmöglichkeit (Baumstamm, Holzbank, usw.) findest.

Danach joggst du gemeinsam mit deinem Pferd in langsamem Tempo diese Strecke ab und schaust wie lange du im langsamen Jogging-Tempo für diese Strecke mit deinem Pferd brauchst.

Es macht nichts, wenn das Pferd hierbei langsam und schlurfig läuft – es geht nur darum, dass du selbst duchs joggen ein Gefühl für den Boden und die Zeit bekommst und dein Pferd zuerst mal ohne Reiter an die Umgebung gewöhnt wird.

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Erster Monat

Du führst dein Pferd im flotten (!) Schritt mindestens 10 Minuten bis zu deiner Strecke. Danach steigst du auf und trabst dein Pferd gleich an. Du lässt es im effektiven leichten Sitz mit kurzen Zügeln (aber leichter Verbindung!) die ersten 5 Minuten einfach so laufen wie es mag.

Nach diesen 5 Minuten steigst du ab und führst dein 5 für 5 Minuten im flotten Schritt. Danach steigst du wieder auf und trabst wieder an. Dieses mal, forderst du aber gleich von Anfang an ein flotteres Tempo (mit der Gerte) und lässt es in diesem flotteren Trab-Tempo für 5 Minuten laufen, danach wieder absteigen und 5 Minuten flott Schritt führen.

Wenn es vor den 5 Minuten langsamer wird, parierst du durch, steigst ab und führst für 5 Minuten. Es ist für den Muskelaufbau Pferd unbedingt wichtig, dass dein Pferd sich in diesen 5 Minuten im flotten Trab wirklich anstrengt und wirklich vorwärts geht.

Diese Vorgehensweise (5 Minuten flott Traben, 5 Minuten flott Schritt führen) behältst du für ca. eine halbe bis eine Stunde bei und führst danach dein Pferd wieder im flotten Schritt zurück in den Stall.

In den folgenden 3 Wochen erhöhst du die Trabarbeit jede Woche um 1 Minute. Die Pausenzeiten bleiben gleich. Wichtig ist immer, dass die erste 5-Minuten-Trabeinheit das Pferd so (langsam) anfangen kann, wie es mag. Du wirst sehen, das dein Pferd relativ schnell von sich aus gleich ein höheres Trabtempo anbieten wird – solange es im Trab bleibt ist das völlig ok.

Zweiter Monat

Du führst dein Pferd im flotten (!) Schritt mindestens 10 Minuten bis zu deiner Strecke. Danach sitzt du wieder auf und lässt dein Pferd wieder gleich antraben. Normalerweise sollte dein Pferd nach dem ersten Monat jetzt schon deutlich flotter Antraben und von selbst „vorwärts“ vollen.

Nun lässt du dein Pferd so lange in seinem flotten Trabtempo laufen bis es von selber langsamer wird (oder du eben aufgrund der Umgebung durchparieren musst). Sobald es von selbst langsamer wird, parierst du durch und führst es im flotten Schritt zurück in den Stall. Sollte dein Pferd nicht von selbst langsamer werden, parierst du dein Pferd nach 20 Minuten flotter Trabarbeit durch und führst es im flotten Schritt zurück in den Stall.

Dritter Monat

Du führst dein Pferd im flotten (!) Schritt mindestens 10 Minuten bis zu deiner Strecke. Danach steigst du auf und galoppierst dein Pferd gleich an. Du lässt es im effektiven leichten Sitz mit kurzen Zügeln (aber leichter Verbindung!) die ersten 5 Minuten einfach so galoppieren wie es mag und parierst dann durch.

Nach diesen 5 Minuten steigst du ab und führst dein 5 für 5 Minuten im flotten Schritt. Danach steigst du wieder auf und galoppierst wieder an. Wenn es vor den 5 Minuten langsamer wird, parierst du durch, steigst ab und führst für 5 Minuten.

Diese Vorgehenswiese (5 Minuten Galopp, 5 Minuten flott Schritt führen) behältst du für ca. eine halbe bis eine Stunde bei und führst danach dein Pferd wieder im flotten Schritt zurück in den Stall.

Bitte nicht wie beim Trab gleich ein volles Tempo im Galopp verlangen! Im Gelände steht Sicherheit an oberster Stelle.

Deshalb soll das Pferd zuerst lernen, in kurzen Repriesen zu galoppieren und sich definitiv auch im Galopp bremsen zu lassen.

Damit das Pferd wirklich nach dem Galoppieren „abschaltet“, definitiv absteigen und 5 Minuten führen (oder solange, bis das Pferd wieder „ruhig“ im Kopf ist und nicht mehr an „galoppieren“ denkt).

Wenn diese Pausen nicht eingehalten werden, wirken diese Schritt-Galopp-Übergänge auf das Pferd sehr aktivierend und es heizt sich leichter auf.

Vierter Monat

Du führst dein Pferd im flotten (!) Schritt mindestens 10 Minuten bis zu deiner Strecke. Danach sitzt du wieder auf und lässt dein Pferd wieder gleich angaloppieren. Normalerweise sollte dein Pferd nach dem ersten Monat jetzt ruhig angaloppieren.

Du lässt nun dein Pferd so lange in seinem ruhigen Galopptempo laufen bis es von selber langsamer wird (oder du eben aufgrund der Umgebung durchparieren musst). Sobald es von selbst langsamer wird, parierst du durch und führst es im flotten Schritt zurück in den Stall.

Sollte dein Pferd nicht von selbst langsamer werden, parierst du dein Pferd nach 20 Minuten ruhiger Galopparbeit durch und führst es im flotten Schritt zurück in den Stall.

Diese Vorgehensweise behältst du nun ebenfalls die weiteren drei Wochen bei.

Fünfter Monat

Du führst dein Pferd im flotten (!) Schritt mindestens 10 Minuten bis zu deiner Strecke. Danach sitzt du wieder auf und lässt dein Pferd wieder gleich angaloppieren. Nun lässt du ein Pferd jedoch von Anfang an etwas flotter galoppieren.

Du lässt nun dein Pferd so lange in seinem flotten Galopptempo laufen bis es von selber langsamer wird (oder du eben aufgrund der Umgebung durchparieren musst).

Sobald es von selbst langsamer wird, parierst du durch und führst es im flotten Schritt zurück in den Stall. Sollte dein Pferd nicht von selbst langsamer werden, parierst du dein Pferd nach 20 Minuten ruhiger Galopparbeit durch und führst es im flotten Schritt zurück in den Stall.

Diese Vorgehensweise behältst du nun ebenfalls die weiteren drei Wochen bei.

Sechster Monat

Nach 5 Monaten Training kannst du nun im sechsten Monat anfangen in den Schrittpausen zu reiten und musst nicht mehr absteigen um zu führen.

Dann legst du gleich am Anfang eine Galoppphase (flottes Tempo) von 5 Minuten ein. Dann folgt eine Schrittpause von 5 Minuten am möglichst langen Zügel (damit sich dein Pferd strecken kann).

Nun kommt eine flotte Trabphase von 5 Minuten, danach ebenfalls wieder Schritt am möglichst langen Zügel. Anschließend lässt du dein Pferd im flotten Tempo so lange galoppieren bis du merkst, dass es von selbst langsamer wird, maximal jedoch 10 Minuten.

Anschließend parierst du durch und lässt es wieder 5 Minuten Schritt gehen. Danach kommt noch eine flotte Trabphase von 5 Minuten am möglichst lagen Zügel (damit sich das Pferd strecken kann) und danach absteigen und Schritt nach Hause führen.

Diese Abfolge von Schritt, Trab, Galopp kannst du dann jede Woche ein wenig verändern. Wichtig ist jedoch, dass nach einer flotten Trab oder Galoppeinheit immer wieder eine Ruhephase von mindestens 5 Minuten im Schritt eingehalten wird (vor allem auch für den Kopf, damit es sich nicht aufheizt).

WICHTIG bei dieser Übung:
Dieses freie vorwärtsreiten im Gelände ist – je nach Länge und Intensität – für ein Pferd sehr kräfteraubend, aber äußerst effektiv für den Muskelaufbau Pferd.

Durch die „Sprints“ und auch das ausdauernde, langanhaltende Laufen werden beim Pferd die Glykogen-Speicher in der Muskulatur aufgebraucht und es dauert (individuell verschieden) zwei bis 3 Tage, bis diese wieder vollständig aufgefüllt sind. Aus diesem Grund soll auf diesen Baustein auch nur eine ruhige Einheit am nächsten oder übernächsten Tag folgen.

WICHTIG für den Reiter:
Das Pferd soll „wie von selbst“ laufen, so dass du als Reiter eigentlich gar nichts „tun“ musst, außer im effektiven leichten Sitz oben sitzen.

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Übung II – nur Dressur auf  E Niveau für den Muskelaufbau

Für den Muskelaufbau Pferd geht nicht um perfektes „Dressurreiten“ sondern um die absoluten Basics. Deshalb gibt es auch keine ständigen „Paraden“ am Zügel und das Pferd muss auch nicht permanent „durchs Genick“ oder „am Zügel“ gehen. ES geht nur darum, dass das Pferd lernt möglichst selbständig mit möglichst minimalen Hilfen zu wenden, zu bremsen und die Gangart zu wechseln.

Erster Monat

Du baust dir mit Pylonen-Tore folgendes auf :

Muskelaufbau Pferd: Übung Zirkel und Ganze Bahn
Muskelaufbau Pferd: Übung Zirkel und Ganze Bahn

Die roten Punkte sind Pylonentore haben einen Abstand zum Durchreiten von 4 Füßen (Schuhgröße37).

Du führst dein Pferd zunächst 10 Minuten im flotten Schritt.

Danach steigst du auf. Dein „Startpunkt“ und dein „Zielpunkt“ ist immer C. Du startest nun also bei C im Trab und reitest 1 Runde auf der linken Hand ganze Bahn im möglichst flotten Trab-Tempo.

Runde die Ecken so viel ab, dass du praktisch auf der Zirkellinie durch die Ecken reitest. Lass dein Pferd möglichst am langen Zügel gehen. Versuch NICHT den Kopf durch „Paraden“ oder „Schwämmchen ausdrucken“ nach unten zu spielen. Dein Pferd soll „wie von selber“ laufen, so wie im Gelände. Du wirst merken, dass dein Pferd mit der Zeit anfängt die Pylonen-Tor richtig „anzusteuern“.

Nach zwei Runden ganze Bahn auf der linken Hand, parierst du bei C durch, steigst ab und führst dein Pferd eine Runde „Ganze Bahn“ im Schritt zur Erholung.

Danach steigst du bei C wieder auf und wiederholst das Ganze auf der rechten Hand (2 Runden ganze Bahn).

Danach steigst du bei C wieder ab und führst dein Pferd wieder eine Runde „Ganze Bahn“ im Schritt.

Anschließend startest du wieder bei C auf der linken Hand, gehst auf die Ganze Bahn und bei A auf den Zirkel 1 x herum und anschließend wieder ganze Bahn bis zu C.

Danach führst du wieder eine Runde ganze Bahn im Schritt.

Dann wiederholst du das ganze auf der rechten Hand und legst anschließend wieder eine „Pause-Runde“ ab C ein.

Für die nächste Übung startest du wieder bei C, gehst auf der linken Hand ganze Bahn und reitest dann 2 Runden auf dem Zirkel bei A und anschließend wieder weiter zu C.

Bei C gibt’s wieder eine Schritt-Runde führen und danach machst du die Übung nochmal auf der rechten Hand.

Nach einer Schritt-Pause-Runde startest du wieder linke Hand bei C und gehst ganze Bahn. Bei A gehst du auf den Zirkel einmal 1,5 x herum, bei X (durchs Pylonen-Tor) wechselst du dann aus dem Zirkel und reitest den unteren Zirkel bei C 1,5 x herum, und reitest dannn (auf der rechten Hand) wieder zu C und legst eine Schrittrunde mit führen ein.

Danach wiederholst du die letzte Übung 4 x, jeweils mit einer Schrittrunde (absteigen und führen) dazwischen.

Und danach steigst du ab und führst die Pferd zum Abschluss noch ein paar Runden Schritt.

In den folgenden Wochen verfährst du auf die gleiche Weise und verwendest nur „Ganze Bahn“, „Zirkel“ und durch den Zirkel wechseln als Hufschlagfiguren und bleibst nur im Trab.

Zweiter Monat

Aufbau und Weg bleibt gleich. Nur anstatt Trab, verwendest du jetzt ausschließlich den Galopp.

Du startest nun bei C im Galopp linke Hand, 1 Runde ganze Bahn im möglichst flotten Galopp-Tempo.

Nach zwei Runden ganze Bahn parierst du bei C durch, steigst ab und führst dein Pferd eine Runde „Ganze Bahn“ im Schritt.

Danach steigst du bei C wieder auf und wiederholst das Ganze auf der rechten Hand (2 Runden ganze Bahn).

Danach steigst du bei C wieder ab und führst dein Pferd wieder eine Runde „Ganze Bahn“ im Schritt.

Anschließend startest du wieder bei C auf der linken Hand, gehst auf die Ganze Bahn und bei A auf den Zirkel 1 x herum und anschließend wieder ganze Bahn bis zu C.

Danach wieder eine Schrittrunde.

Anschließend wiederholst du das ganze auf der rechten Hand und legst wieder eine „Pause-Runde“ ab C ein.

Für die nächste Übung startest du wieder bei C, gehst auf der linken Hand ganze Bahn und reitest dann 2 Runden auf dem Zirkel bei A und anschließend wieder weiter zu C.

Bei C gibt’s wieder eine Schritt-Runde führen und danach machst du die Übung nochmal auf der rechten Hand.

Nach einer Schritt-Pause-Runde startest du wieder linke Hand bei C und gehst ganze Bahn. Bei A gehst du auf den Zirkel einmal 1,5 x herum, vor X (Pylonen-Tor) parierst du durch zum Trab und galoppierst rechts an und gehst auf den unteren Zirkel bei C 1,5 x herum, und reitest dannn (auf der rechten Hand) wieder zu C und legst eine Schrittrunde mit führen ein.

Danach wiederholst du die letzte Übung 5 x, jeweils mit einer Schrittrunde dazwischen.

In den folgenden Wochen verfährst du auf die gleiche Weise und verwendest nur „Ganze Bahn“, „Zirkel“ und durch den Zirkel wechseln als Hufschlagfiguren und bleibst nur im Galopp.

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Dritter Monat

Der Aufbau bleibt immer noch der gleiche. Du startest im Trab wieder linke Hand bei C und gehst ganze Bahn. Bei A gehst du auf den Zirkel einmal 1,5 x herum, bei X (Pylonen-Tor) wechselst du dann durch den Zirkel und gehst auf den unteren Zirkel bei C 1,5 x herum, und reitest dannn (auf der rechten Hand) wieder zu C und legst eine Schrittrunde mit führen ein.

Danach wiederholst du diese Übung 5 x, jeweils mit einer Schrittrunde (absteigen und führen) dazwischen.

Danach machst du die gleiche Übung 6 x im Galopp mit durchparieren und neu angaloppieren bei X.

Vierter Monat

Im vierten Monat stehen „Ganze Bahn“, „einfache Schlangenlinie“ und „durch die ganze Bahn wechseln” auf dem Plan.

Du baust dir mit Pylonen-Tore folgendes auf :

Muskelaubau Pferd: Übung einfache Schlangenlinie und Ganze Bahn wechseln
Muskelaubau Pferd: Übung einfache Schlangenlinie und Ganze Bahn wechseln

Die Pylonentore haben wieder einen Abstand zur Bande von 4 Füßen (Schuhgröße37).

Du führst dein Pferd zunächst 10 Minuten im flotten Schritt.

Danach steigst du auf. Dein „Startpunkt“ und dein „Zielpunkt“ ist immer C. Du startest nun also bei C im Trab und reitest 1 Runde auf der linken Hand ganze Bahn im möglichst flotten Trab-Tempo. Die Ecken werden nun mehr nicht mehr so viel abgerundet, sondern du reitest tiefer in sie hinein, sodass du gut durch die Pylonentore durchkommst.

Nach zwei Runden ganze Bahn auf der linken Hand, parierst du bei C durch, steigst ab und führst dein Pferd eine Runde „Ganze Bahn“ im Schritt zur Erholung.

Danach steigst du bei C wieder auf und wiederholst das Ganze auf der rechten Hand (2 Runden ganze Bahn).

Danach steigst du bei C wieder ab und führst dein Pferd wieder eine Runde „Ganze Bahn“ im Schritt.

Anschließend startest du wieder bei C auf der linken Hand, gehst eine runde auf die Ganze Bahn und nach der Ecke bei C startest du deine einfache Schlangenlinie. Bei C wieder angekommen parierst du wieder durch.

Danach führst du wieder eine Runde ganze Bahn im Schritt.

Dann wiederholst du das ganze auf der rechten Hand und legst anschließend wieder eine „Pause-Runde“ ab C ein.

Diese Übung wiederholst du insgesamt noch 3 x, jeweils mit einer Schrittrunde dazwischen.

Für die nächste Übung startest du wieder bei C, gehst auf der linken Hand ganze Bahn und reitest dann 1 Runde ganze Bahn. Nach C gehst du wieder auf die Schlangenlinie und wenn du wieder bei C ankommst, wechselst du bei H durch die ganze Bahn zu F. Bei F gehst du (rechte Hand) wieder zu C.

Bei C steigst du wieder ab und führst eine Runde Schritt. Im Anschluss wiederholst du die Übung

Bei C gibt’s wieder eine Schritt-Runde führen und danach machst du die Übung nochmal auf der rechten Hand.

Diese Übung wiederholst du dann noch 5 x, jeweils mit einer Schrittrunde dazwischen.

Und danach steigst du ab und führst die Pferd zum Abschluss noch ein paar Runden Schritt.
In den folgenden Wochen verfährst du auf die gleiche Weise und verwendest nur „Ganze Bahn“, „einfach Schlangenlinie“ und „durch die Ganze Bahn wechseln“ als Hufschlagfiguren und bleibst nur im Trab.

Fünfter Monat

Der Aufbau und der Weg bleibt der gleiche. Nur anstatt Trab, verwendest du jetzt ausschließlich den Galopp.

Dein „Startpunkt“ und dein „Zielpunkt“ ist immer C. Du startest nun also bei C im Galopp und reitest 1 Runde auf der linken Hand ganze Bahn im möglichst flotten Galopp-Tempo. Die Ecken werden nun mehr nicht mehr so viel abgerundet, sondern du reitest tiefer in sie hinein, sodass du gut durch die Pylonentore durchkommst.

Nach zwei Runden ganze Bahn auf der linken Hand, parierst du bei C durch, steigst ab und führst dein Pferd eine Runde „Ganze Bahn“ im Schritt zur Erholung.

Danach steigst du bei C wieder auf und wiederholst das Ganze auf der rechten Hand (2 Runden ganze Bahn).

Danach steigst du bei C wieder ab und führst dein Pferd wieder eine Runde „Ganze Bahn“ im Schritt.

Anschließend startest du wieder bei C auf der linken Hand, gehst eine runde auf die Ganze Bahn und nach der Ecke bei C startest du deine einfache Schlangenlinie. Bei C wieder angekommen parierst du wieder durch.

Danach führst du wieder eine Runde ganze Bahn im Schritt.

Dann wiederholst du das ganze auf der rechten Hand und legst anschließend wieder eine „Pause-Runde“ ab C ein.

Diese Übung wiederholst du insgesamt noch 3 x, jeweils mit einer Schrittrunde dazwischen.

Für die nächste Übung startest du wieder bei C, gehst auf der linken Hand ganze Bahn und reitest dann 1 Runde ganze Bahn. Nach C gehst du wieder auf die Schlangenlinie und wenn du wieder bei C ankommst, wechselst du bei H durch die ganze Bahn zu F. Kurz vor F parierst du durch zum Trab und nach F, kurz vor der Ecke galoppierst du rechts an gehst dann (rechte Hand) wieder zu C.

Bei C steigst du wieder ab und führst eine Runde. Im Anschluss wiederholst du die Übung.

Bei C gibt’s wieder eine Schrittrunde und danach machst du die Übung nochmal auf der rechten Hand.

Diese Übung wiederholst du dann noch 5 x, jeweils mit einer Schrittrunde dazwischen.

Diese Übungsabfolge bleibt für die nächsten Wochen. Due verwendest nur „Ganze Bahn“, „einfach Schlangenlinie“ und „durch die Ganze Bahn wechseln“ als Hufschlagfiguren und bleibst im Galopp.

Sechster Monat

Ab dem sechsten Monat kannst du die Schrittpausen reiten und musst nicht mehr absteigen und führen, weil dein Pferd nunmehr schon gut Muskulatur aufgebaut haben sollte.

Nun kannst du dir jeweils selber eine kleine „Aufgabe“ mit den Bestandteilen „ganze Bahn“, „Zirkel“, „einfache Schlangenlinie“ und „durch die ganze Bahn wechseln“ überlegen, die du zuerst im Trab und dann im Galopp reitest. Nach jeder „Aufgabe“ legst du zur Entspannung eine Schrittpause „Ganze Bahn“ ein.

Danach gehst du bei sämtlichen „Dressuraufgaben“ gleich vor. Du denkst dir immer im Vorhinein eine konkrete Linie aus und reitest diese dann vom „Start“ bis zum „Ziel“ durch.

Übung III – Selbständiges Springen für Muskelaufbau Pferd

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Erstes Einheit

Aufbau

Du baust dir folgende Übung auf:

Muskelaufbau Pferd: Anfangsübung Springen in Stangengasse
Muskelaufbau Pferd: Anfangsübung Springen in Stangengasse

Auf der Mittellinie baust du dir eine Stangengasse auf (Abstand zwischen den Stangen 4 Füße bei Schuhgröße 37). Von X Richtung A liegen jeweils zwei Stangen parallel zur langen Seite und von X Richtung C liegen ebenfalls 2 Stangen parallel zur langen Seite.

An diese Stangen Richtung A legst du dir dann jeweils links und rechts „Trichter“-Stangen, welche in die Reitbahnecken zeigen. Bei X stellst du dir direkt anschließend an die Enden der Stangen (also zwischen zwei Stangenenden) jeweils links und rechts die Steher für das Hindernis. Für das Hindernis selbst werden noch zusätzlich 3 Stangen benötigt und zudem ein Cavaletti.

Aufwärmen

Zuerst wird das Pferd 10 Minuten im flotten Schritt geführt und auch mit den Stangen und Pylonen vertraut gemacht.

Stangengasse

Du startest beim Pylonentor bei E im Trab (auf der linken Hand), wendest bei C auf die Mittellinie und reitet im Trab durch die Stangengasse durch und bei dem letzten Pylonentor vor C wendest du nach links, reitest bis B und machst dort kurze Stehpause von mindestens 1 Minute.

Dann wiederholst du die Übung auf der anderen Hand. Du startest also bei Pylonentor bei B im Trab (auf der rechten Hand), wendest bei A auf die Mittellinie ab, reitest durch die Stangengasse hindurch, wendest nach dem Letzten Pylonen-Tor bei C nach links und machst bei E Pause von mindestens einer Minute.

Dieser Weg bleibt für die gesamte Übung immer gleich.

Im nächsten Durchgang trabst du wieder bei E (und danach auf der anderen Hand bei B) an und fasst die Zügel in der Stangengasse nur an der Schnalle an.

In der nächsten Runde machst du einen Knoten in die Zügel, sodass sie insgesamt kürzer sind und trabst wieder bei E (B) los. Sobald du die „Trichterstangen“ erreichst, lässt du die Zügel komplett los, breitest deine Arme seitlich aus (sodass sie über die Hindernissteher schweben beim Durchreiten) und lässt dein Pferd völlig frei und alleine durch die Stangengasse traben.

Die Stangengasse gehört dem Pferd – hier wird nicht getrieben oder gebremst. Wenn dein Pferd zu langsam durch die Stangengasse dahinschlurft, musst du VOR der Stangengasse einmal kurz und fest für das notwendige Tempo sorgen.

Diese Übung wiederholst du 4 x anschließend auf jeder Hand (oder noch länger, wenn du dich noch immer unsicher fühlst im effektiven leichten Sitz) ohne Pausen bei E/B.

niedgriges CAVALETTI

Danach steigst du ab, entfernst die Steher und stellst an deren Stelle das Cavaletti auf die niedrigste Stufe (wie eine Bodenstange). Achte bitte darauf, dass das Cavaletti wirklich mittig in der Stangengasse steht.

Nun steigst du wieder auf, trabst bei E/B an, bei erreichen der Trichterstangen lässt du die (zusammengeknoteten) Zügel wieder los. Dein Pferd wird nun vermutlich – in Anbetracht des Cavalettis – etwas langsamer werden und den Kopf senken.

Lass es das machen! Dadurch lernt es taxieren. Es ist egal, wenn das Pferd am Anfang zu langsam läuft. Sobald es weiß, was es zu tun hat, wird es wieder mehr vorwärts gehen. Du bleibst einfach nur oben Sitzen, drückst vor dem Cavaletti beide Fersen nach vorne oben und deinen Hintern nach hinten unten an den Pferderücken und schaust zu C.

Dieses Traben über die Stangen mit losgelassenem Zügel machst du ebenfalls 4 x auf jeder Hand wieder ohne Pause bei E/B.

Bei der nächsten Übung hältst du deine Hände bei Erreichen der Trichterstangen jeweils seitlich am Pferdehals und stützt dich ein wenig (nach hinten, sodass du nicht so leicht nach vorne über fällst) ab und öffnest deine Fäuste, sodass das Pferd die Zügel durch deine Finger durchziehen kann, wenn es den Kopf tiefer nimmt.

Diese Übung machst du ebenfalls 4 x auf jeder Hand.

Hohes Cavaletti

Nun steigst du wieder ab und stellst das Cavaletti auf die höchste Stufe (je nach modell zwischen 30 und 40 cm hoch)

Dann steigst du wieder auf, trabst bei E/B an. bei Erreichen der Trichterstangen drückst du eine Fersen nach vorne oben, und stützt sich mit deinen Händen seitlich am Pferdehals ab und öffnest deine Fäuste und schaust einfach nur durch die Pferdeohren zu A.

Das Pferd wird ebenso wie beim niedrigen Cavaletti am Anfang – auch vor dem höheren Cavaletti langsamer werden und den Kopf senken.

Bitte hier nicht aus Angst vorm Stehenbleiben die Nerven verlieren und „treiben“. Es macht absolut nichts wenn das Pferd stehen bleibt – dann muss es halt aus dem Stand über das Cavaletti drüber. Diese Höhe schafft absolut JEDES Pferd aus dem Stand. Es passiert absolut nichts und das Pferd „gewöhnt“ sich dadurch das stehenbleiben auch nicht an – zumindest nicht auf diesem absoluten Grundniveau.

Falls das Pferd vor dem Cavaletti im Trab stehen bleibt:

Stehenlassen in der Gasse am langen Zügel, damit es das Cavaletti beschnuppern kann. Danach: Oberkörper abducken, eine Hand greift in die Mähne, Fersen nach vorne oben drücken und einmal einen deutlichen Klaps mit der Gerte auf die Schulter.

Es ist für den Anfang völlig egal, ob das Pferd über das Cavaletti drüber springt oder irgendwie im Schritt drüber klettert. Das kommt erst später. Für dieses erste mal Springen ist nur wichtig, dass es „irgendwie“ drüber muss, damit es lernt, dass kein Weg daran vorbeiführt.

Wenn das Pferd über das Cavaletti anstandslos drüber gesprungen ist, dann wiederholst du das noch 2 Mal auf jeder Hand.

Wenn das Pferd vor dem Cavaletti stehen geblieben ist oder zögerlich war, dann wiederholst du das noch 5 mal auf jeder Hand.

kleines Kreuz

Danach steigst du ab und baust anstatt des Cavalettis ein kleines Kreuz. Die niedrigste Stelle des Kreuzes soll gleich hoch sein wie das zuvor aufgestellte Cavaletti (ca. 30 bis 40 cm).

Und auch hier gehst du jetzt gleich vor wie beim Springen vom Cavaletti – und zwar genau gleich. Denn vermutlich wird das Pferd auch hier erstmal „schauen“ müssen, weil sich jetzt die Farbe oder die Art des Hindernisses geändert hat.

Zweite Einheit

In der zweiten Einheit baust du dir bereits einen kleinen Parcours mit drei Hindernissen auf. Am besten verwendest du diesen Aufbau

Muskelaufbau Pferd: Anfangsübung: 3 Hindernisse Parcours mit Stangengassen
Muskelaufbau Pferd: Anfangsübung: 3 Hindernisse Parcours mit Stangengassen

Auch hier fängst du wieder mit den reinen Stangengassen an und steigerst die Anforderungen schrittweise.

Weiterer erster Monat

Genau so wie du dieses erste Springen angegangen bist mit der Stangengasse und dem stufenweisen Aufbau, so gehst du in dem ersten Monat immer vor. Nachdem sich die Pferde relativ schnell langweilen, brauchst du für jede Springeinheit einen neuen Aufbau, den du dann ebenso stufenweise steigerst. Im ersten Monat werden die Hindernisse nur aus dem Trab angeritten.

WICHTIG! WICHTIG!
Es geht beim Springen IMMER darum, dass das Pferd für den Muskelaufbau den kompletten Bewegungsablauf des Sprungs (Hals senken, Widerrist heben, Hinterbeine unter den Körper bringen und Abdrücken) bei jedem Sprung völlig selbständig durchmacht.

Die Höhe liegt im ersten Monat bei Cavaletti-Höhe (ca. 30 bis 40 cm, je nach Cavaletti-Modell) oder kleine Kreuze, bei denen die Tiefste stelle ebenfalls bei 30 bis 40 cm liegt.

Zweiter Monat

Der stufenweise Aufbau und die Stangengassen bleiben auch im zweiten Monat. Jetzt kannst du (sofern du dich sicher genug fühlst) die Höhe um ca. 10 cm erhöhen auf 40 bis 50 cm. Gesprungen wird weiterhin aus dem Trab und es sollte immer ein kleiner Parcours aus 3 Hindernissen absolviert werden. Die Hindernisse sind weiterhin Kreuze.

Dritter Monat

Im dritten Monat verwendest ebenfalls noch die Stangengasse, aber anstelle der Kreuze Steilsprünge ebenfalls in einer Höhe von 40 bis 50 cm. Gesprungen wird aus dem Trab

Vierter Monat

Nun verwendest du ebenfalls die Stangengasse und nimmst als Hindernisse schmale Oxer (Entfernung 20 cm; WICHTIG: Die hintere Stange beim Oxer muss mit einer Sicherheitsauflage bestückt sein!). Die Höhe liegt ebenfalls noch bei 40 bis 50 cm und es wird aus dem Trab gesprungen.

Fünfter Monat

Nun verwendest du für deinen Parcours alle drei Hindernisvarianten und zwar Kreuz, Oxer und Steilspurng. Gesprungen wird nun ohne Stangengasse, jedoch noch immer aus dem Trab. Die Höhe kannst du (wenn du dich sicher fühlst) um 10 cm anheben, auf ca. 50 bis 60 cm.

Sechster Monat

Im sechsten Monat verwendest du nun wieder die Stangengasse für die Hindernisse und reitest diese nun im Galopp an. Auch hier beginnst du wie in der allerersten Einheit, nur dass du dieses Mal das Ganze im Galopp absolvierst. Die Hindernishöhe bleibt hier ebenfalls bei 50 bis 60 cm.

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Übung IV – unterschiedliche Bodenverhältnisse

Der Baustein 4 spielt sich nur im Schritt ab. Im Schritt sitzt du ebenfalls im effektiven leichten Sitz. Allerdings darfst du den Bügel nicht zu fest „durchdrücken“ und das Knie liegt auch etwas loser an, weil die Pferde ansonsten zu eilig im Schritt gehen.

Es ist ein wenig Übungssache, aber nach ein paar Mal hast herausgefunden, wie du im Schritt am besten sitzt.

Bitte nicht den Fehler machen, einfach nur ganz „lose“ und wackelig oben zu sitzen. Im Schritt fängst du auch mit relative kurzen Zügeln an (wenn das Pferd den Kopf hoch trägt), sodass du eine Verbindung aufbauen kannst. Die Zügelfäuste hältst du allerdings ganz locker, sodass das Pferd – wenn es mag – den Zügel zum Strecken des Halses durchziehen kann.

Erste Woche – kreative Linien im Schritt für den Muskelaufbau

Du suchst dir einen klassischen Landwirtschaftsweg mit grünem Mittelstreifen, der durch eine Wiese führt. Nun reitest du große „Schlangenlinen“ immer quer über den Weg, sodass das Pferd immer einen Niveauunterschied des Bodens überwinden muss.

In etwa so:

Muskelaufbau Pferd: Kreatives Schritt reiten mit unterschiedlichen Bodenverhältnissen
Muskelaufbau Pferd: Kreatives Schritt reiten mit unterschiedlichen Bodenverhältnissen

Das machst du jeweils 5 Minuten, dann anschließend 5 Minuten Schritt führen, dann wieder 5 Minuten, dann wieder 5 Minuten Schritt führen. Usw. für die Gesamtdauer von insgesamt 1 Stunde.

Zweite Woche – Bergauf und Bergab für den Muskelaufbau

Für die zweite Woche brauchst du einen „Hang“ bzw. eine Steigung. Die Länge der Steigung muss mindestens 3 Minuten betragen (davor die Steigung selber gehen und die Zeit messen).

Nun startest du am Beginn deiner Steigung und achtest auf ein flottes Tempo im Schritt (das Pferd soll sich nicht schlaff herumschleppen). Wenn es bergauf geht und die Pferde nicht nur dahinschleichen, werden sie den Hals dehnen – das musst du zulassen und die Zügel möglichst lang lassen.

Damit du selbst dabei nicht nach hinten fällst, kannst du dich im effektiven leichten Sitz an der Mähne festhalten. Du lässt dein Pferd solange bergaufgehen, wie es das aktive Tempo beibehalten kann. Sobald es langsamer wird, machst du Pause. Jedenfalls aber nach maximal 1 Minute Bergauf gehen. Dann steigst du ab, machst eine Pause von 5 Minuten.

Dann steigst du wieder auf und reitest die gleiche Strecke bergab. Beim Bergabreiten, musst du selbst deine Beine wirklich deutlich nach vorne Strecken. Das Pferd soll beim Bergabgehen den Kopf eher höher tragen. Auch hier bleibt die Zügelverbindung leicht.

Wenn du wieder unten angekommen bist, steigst du wieder ab und machst 5 Minuten Pause.

Dann reitest du die gleiche Strecke nochmal bergauf, wieder so lange bis dein Pferd langsamer wird, dieses mal jedoch maximal 2 Minuten. Oben steigst du wieder ab und machst 5 Minuten Pause. Anschließend geht es wieder bergab und danach gibt’s wieder Pause von 5 Minuten.

Diese Übung wiederholst du dann noch 3 x, jeweils mit 5 Minuten Pause dazwischen.

Dritte Woche – Wurzelwege im Wald für den Muskelaufbau

Für die dritte Woche suchst du dir einen etwas durchwurzelten Waldweg. Dieser kann auch leicht (!) bergab, bergauf führen und kurvig sein. Bitte auch vorher abklären ob der Waldweg benützt werden kann. Aufpassen bei nassen Wurzeln – dieses können sehr rutschig sein. Der Wurzelweg sollte im normalen Menschen-Gehtempo ca. 1 Minuten lang sein (vorher selbst abgehen).

Du reitest dann am möglichst langen Zügel und im sehr langsamen Schritt. Es geht nicht darum, den Weg möglichst schnell zu absolvieren. Das Pferd soll lernen, seine Beine ganz gezielt und koordiniert zu setzen und nicht einfach „irgendwie“ drüber zu stolpern.

Am Ende des Weges machst du dann wieder 5 Minuten Pause. Anschließend reitest du den Weg gleich langsam wieder zurück und lässt das Pferd seine Beine sortieren.

Danach gibt’s wieder eine Pause von 5 Minuten.

Die Übung wird dann noch 2 x wiederholt, jeweils mit 5 Minuten Pause dazwischen.

Vierte Woche – Ab ins Wasser für den Muskelaufbau

Such dir einen Bach in der Nähe deines Stalls mit max. 50 cm Wassertiefe und möglichst flacher Böschung zum hin- und hinausreiten (und klär vorher ab, ob du dort hinein reiten darfst).

Der Bachverlauf sollte so lange geradeaus gehen, dass du im normalen Menschentempo ca. 5 Minuten geradeaus darin gehen kannst. Zuerst gehst du den Weg im Bach (ohne dein Pferd) mit Gummistiefeln (oder im Sommer barfuß) ab. Dabei  überprüfst du, ob der Untergrund nicht zu rutschig und auch fest genug für ein Pferd ist (aufpassen bei Sand!) und ob große rutschige Steine  im Bach-Weg liegen.

Du führst dein Pferd nun zu diesem Bach und steigst auf.

Sobald sein Pferd dann im Wasser ist, lässt du es zunächst für 2 Minuten in seinem langsamen Tempo vorwärts gehen, damit es den Boden kennen lernt. Nach 2 Minuten drehst du direkt im Bach um und reitest den gleichen Weg zurück zu deinem „Wassereinstieg“. Dann reitest wieder aus dem Wasser raus, steigst ab und machst 6 Minuten Pause.

Dann reitest du wieder in das Wasser hinein und diesmal lässt du dein Pferd in einem aktiveren Schritt-Tempo durchs Wasser waten. Nach 2 Minuten drehst du wieder im Wasser um und reitest im gleichen aktiven Tempo zurück. Dann verlässt du das Wasser wieder, steigst ab und machst 6 Minuten Pause.

Diese Abfolge wiederholst du dann noch 3 x und dann führst du dein Pferd wieder zurück zum Stall.

Das erste Mal für unerfahrene Pferde/Reiter

Du stellst das Pferd gerade vor die Böschung und beugst den Oberkörper im effektiven leichten Sitz noch etwas weiter nach vorne, nimmst die Hände an den Hals und die Zügel entsprechend kurz, aber lose in den Fäusten, sodass dein Pferd bei bedarf den Zügel durch deine Hände durchziehen kann. Dann stemmst du deine Füße gegen die Steigbügel nach vorne (Richtung Pferdekopf). Normalerweise wird dein Pferd nun entweder einen Schritt Richtung Böschung machen oder den Hals senken.

Werde an dieser Stelle nicht ungeduldig, sondern warte einfach ein bisschen ab. Dann versuchst du es nochmal und gibst dieses mal deinem Pferd einen leichten aufmuternden Klaps mit der Springklatsche an der Schulter. Dein Pferd wird – damit es das Wasser und die Böschung genauer betrachten kann – den Kopf senken – das musst du es machen lassen.

Normalerweise klettern die Pferde dann langsam Schritt für Schritt die Böschung hinunter und bleiben direkt vor dem Wasser nochmal stehen. Sie wollen dann den Kopf nochmal ganz Tief nehmen um das Wasser zu erkunden. Lass es einfach zu, dass dein Pferd den Kopf bis ganz zum Wasser runter nehmen kann und viellicht etwas Wasser trinkt. Wenn es das Wasser dann erkundet hat, forderst du es zu einem weiteren Schritt ins Wasser auf.

Die meisten Pferde fangen dann, wenn sie im Wasser sind an mit dem Vorderbein im Wasser zu „plantschen“, damit sie die Tiefe und den Untergrund abschätzen können. Bei manchen ist es aber auch schon die Vorbereitung für ein nasses Bad – deshalb aufpassen, dass sich dein Pferd nicht hinlegt (ja, ich spreche hier aus eigener nasser, kalter Erfahrung).

Folgende Monate

Diese im ersten Monat vorgestellten 4 Möglichkeiten baust du nun in jedem Monat einfach Stückweise länger aus.

Die Übung mit dem Landwirtschaftsweg kannst du in den nächsten Monaten dahingehend abändern, dass du dir andere Landwirtschaftswege suchst oder anstatt der Schlangenlinien den „Schlaglöchern“ oder Regenlöchern ausweichst. Weiters kannst du jedes Monat die Reitzeit um eine Minute erhöhen – die Pausenzeit von 5 Minuten bleibt allerdings bis zum 6. Monat bestehen.

Die Übung mit dem Bergaufreiten kannst du jedes Monat um eine Minute verlängern oder dir eine andere Streigungsstrecke suchen. Die Pausenzeiten von 5 Minuten bleiben auch hier bis zum 6. Monat bestehen.

Bei der Übung mit dem Wurzelweg kannst entweder die Länge des Weges jedes Monat um eine Minute steigern oder du nimmst andere – für das Pferd neue – Wurzelwege.

Beim Wasserreiten durch den Bach ist es am Einfachsten, wenn du jedes Monat die Möglichkeit hast, die Zeit des Wasserwatens um eine Minute zu steigern. Die Pausenzeiten kannst du auf 5 Minuten reduzieren. Sie bleiben aber ebenfalls bis zum 6. Monat bestehen.

6. Schritt: Überarbeiten des Trainings- und Futterplans für den Muskelaufbau

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Du hast dir nun also einen Trainingsplan und auch einen Futterplan für dein Pferd gemacht und weißt nun auch, welche Bestandteile diese haben müssen und kannst praktisch sofort loslegen.

Allerdings wird dein Trainingsplan und auch dein Futterplan „Fehler“ haben. Fehler, die du aber leider erst bei der praktischen Umsetzung herausfinden wirst.

Das ist völlig normal, das geht jedem so und auch mir ist es mit meinem Pferd so ergangen. Je schneller du allerdings die „Fehler“ in deinem Trainings- und Futterplan erkennst, desto schneller kannst du sie beheben und kommst  dadurch auch schneller mit dem Muskelaufbau Pferd voran.

7. Häufige Fehler beim Muskelaufbau

Aufbau der Rückenmuskulatur durch Bodenarbeit

Wenn ein Pferd zu dünn ist und einen Body-Condition-Score bis 3 oder 4 hat, schlagen viele „Berater“ rund ums Pferd vor, zuerst mit vom Boden aus mit Bodenarbeit oder an der Hand Rückenmuskulatur am Pferd aufzubauen. Einfach weil es  unverantwortlich wäre ein Pferd in einm solchen Zustand zu reiten.

Fakt ist allerdings, dass diese ganze gut gemeinte Bodenarbeit nicht der schnellste und beste Weg zum Muskelaufbau Pferd ist. Natürlich kann man auch mit Bodenarbeit einen Muskelaufbau erreichen – nur es dauert einfach viel viel länger.

Während der Zeit des Auffütterns macht es durchaus sinn, das Pferd mit Bodenarbeit und Spaziergängen zu beschäftigen, da ies natürlich auch das Körpergefühlt schult und den Kreislauf anregt. Allerdings soll man sich davon keinen “schnellen” Muskelaufbau erhoffen.

Übung „rücken aufwölben“ machen

Tut mir leid, aber die tolle Übung „Rücken aufwölben“ bringt für den Muskelaufbau selbst nur sehr wenig – das Pferd spannt hebt bei dieser Übung aus Reflex maximal eine Minute seinen Rumpf.

Danach lässt es ihn einfach wieder nach unten sacken. Und ganz ehrlich: diese eine Minute macht das Kraut bzw. den Muskel einfach nicht fett.

Ich bin ein absoluter Fan von mobilisierenden Übungen für das Pferd – versteh mich nicht falsch. Aber diese Dinge laufen bei mir unter „Regeneration“ bzw. Erholung und Wellness und dafür sind sich auch gemacht. Sie sind nicht gemacht um aktiv einen Muskelaufbau Pferd herbeizuführen.

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Durch Longieren Rückenmuskulatur aufbauen

Jeder Reiter kennt die Standardanweisung: Wenn das Pferd durchgeht, soll es auf einen Zirkel abgewendet werden. Jeder Reiter weiß aus eigener Erfahrung: Auf dem Zirkel wird das Pferd (meist) automatisch langsamer. Jeder Reiter weiß auch, der Zirkel bringt auch ein „ungehorsames“ Pferd am leichtesten „an die Hilfen“.

Was bedeutet es nun, wenn das Pferd langsamer wird, wenn es „brav“ wird? Es strengt sich nicht mehr an! Und was passiert für den Muskelaufbau? Genau. Nichts passiert mehr.

Durch Longieren über Stangen (unausgebunden) oder auch durch Stangengassen (Equikinetic) kann man natürlich die Koordination und Balance verbessern und vieleicht wird sich auch langfristig ein geringer Muskelaufbau Pferd zeigen.

Für einen wirklich effektiven und schnellen Muskelaufbau selbst strengen sich die Pferde jedoch üblicherweise beim Longieren viel zu wenig an. Es sei denn man gestaltet das Longieren sehr abwechslungsreich mit unterschiedlichen Linen, Cavaletti, kleinen Sprüngen usw. und baut sämtliche Bestandteile des Ganzkörpertrainings ein – wie hier in diesem Beitrag besprochen.

8. Der schlimmste Fehler ist: Warten!

 

Das schlimmste was du machen kannst, ist mit dem Muskelaufbau nicht sofort zu starten. Sondern zu warten. Auf morgen. Auf übermorgen. Auf in 4 Jahren. Das schlimmste, was du machen kannst, ist einfach NICHTS zu tun un darauf zu warten, dass irgendwann dein Pferd auf wundersame Weise mit der perfekten Muskulatur in der Box aufacht – enfach so von selbst.

Auch wenn es hart klingt: Das wird schlichtweg NIE, NIE und NIEMALS passieren! Sonder du musst etwas tun dafür. Du musst endlich in die Gänge kommen und dein Pferd richtig trainieren.

Vergeude also keine wertvolle Zeit. Irgendwann ist dein Pferd alt und der Muskelaufbau viel schwieriger. Also leg gleich los mit meinem kostenlosen Kurs 🙂

Wie starte ich am besten?

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